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Yoga – Feldenkrais

Yoga ist etwas, das nicht nur den Körper, sondern auch die Seele und den Geist erreicht.
Feldenkrais hilft, diese Brücke zu schlagen und sich dabei in jeder Hinsicht sicherer zu bewegen.

Keep on moving

Bewegung, die den Geist verändert

Leitgedanke: spüren, was man tut

Keep on thinking

den Geist durch Bewegung verändern

Leitgedanke: beobachten, was und wie man beobachtet

Yoga

Yoga ist die Integration, bzw. die Harmonie im Denken, Reden und Handeln – mit anderen Worten: das harmonische Miteinander zwischen Kopf, Herz und Seele.” (Swami Sivananda)

“So ist die Methode: Beschränkung des Atems, Zurückziehen der Sinnesorgane, Kontemplation, Festlegung des Denkorgans, Selbstprüfung, Versenkung, das sind die sechs Teile, die man Yoga nennt.” (Maitrayai Upanishad übersetzt von Alfred Hillebrandt, München 1994, S. 209)

Yoga ist der Zustand des Geistes, wo die Schwächen erkannt und systematisch an der umfassenden Entwicklung des ganzen Selbst gearbeitet wird.” (Swami Chinmayananda, in einem Kommentar zu Sankara‘s Viveka Choodamani, Bombay 1993, S. 20)

Yoga ist jener innere Zustand, in dem die seelischen-geistigen Vorgänge zur Ruhe kommen.” (Patanjali, Yoga Sutras, I.2, übersetzt von Deshpande, Bern/München/Wien 1997, S. 21)

“Weder das Sitzen in der Lotusstellung, noch das Schauen auf die Nasenspitze ist Yoga. Yoga ist das Einssein der (perönlichen) Seele (Jiva) mit der universellen Seele / dem Allgeist (Atman).” (Kularnava Tantra)

… die Atem- und Körperübungen des Yoga (Hatha Yoga) sind ein Mittel, um diese Ziele zu erreichen. Feldenkrais ist dabei äußerst hilfreich.

Feldenkrais

“Wenn man weiß, was man tut, kann man tun, was man will.” (Moshé Feldenkrais)

“Ich bin nicht an beweglichen Körpern interessiert, sondern an beweglichen Geistern.” (Moshé Feldenkrais)

Feldenkrais – eine etwas seltsame Form der Gymnastik? Eher das Gegenteil. Denn das Vorgehen ist ein ganz anderes, wie man es mit den Erfahrungen gängiger Formen des Körpertrainings erwarten würde: die Bewegungen sollen meist sehr langsam und klein ausgeführt und mit kleinen Veränderungen wiederholt werden – also genau das Gegenteil von „je härter, umso besser“.

Der Sinn dieses scheinbar seltsamen Vorgehens liegt in der Entwicklung einer besseren Bewusstheit für die eigenen Bewegungen. Feldenkrais-Stunden würde ich nicht mit Yoga verbinden, denn das könnte von dem feldenkrais-typischen Vorgehen eher ablenken. Umgekehrt funktioniert es meiner Ansicht nach aber sehr gut! Denn etwas Feldenkrais verbessert nicht nur die Ausführung von Yoga-Stellungen, sondern auch die Selbstbeobachtung allgemein, was wiederum dem eigentlichen Ziel des Yoga dient.

Meditation

“Das Ziel der Meditationspraxis ist das spontane Einsetzen des meditativen Zustands. … Viele Leute setzten sich hin, schließen für einige Zeit die Augen und meinen, dass sie meditieren. Es kann sein, dass sie das tun. Aber meistens beschäftigen sich die Leute dabei mit irgendeinem Problem oder denken über ein bestimmtes Ereignis nach. Das ist aber ganz sicher keine Meditation.”“Meditation beruht darauf, sich Bereiche des eigenen Geistes oder Denkens bewusst zu machen, die sonst verborgen bleiben. … Nur durch ein Erforschen dieser normalerweise unsichtbaren Bewegungen des eigenen Geistes kann man sich selbst und die Welt wirklich kennenlernen.” (Swami Satyananda, Yoga and Kryiya, Mungar, 1989, S. 160, 162)

“Meditation basiert auf Aufmerkeitskontrolle, Emotionsregulation und Selbstbewusstheit mit dem Ziel der Selbstregulierung.” (Tang, Hölzel & Posner, The neuroscience of mindfulness meditation, Nature Reviews Neuroscience, 2015)

Achtsamkeit

“Achtsamkeit bedeutet, in Bezug auf den gegenwärtigen Augenblick hellwach zu sein. Aufgrund solcher Geistesgegenwart wird alles, was getan oder gesagt wird, vom Geist klar erfasst, und man kann sich daher später leichter daran erinnern.”“Achtsamkeit verbindet das Bewusstsein im Augenblick mit bestimmten Erinnerungen, z.B. an das, was der Buddha gelehrt hatte.” (Bhikkhu Analayo, Der direkte Weg – Satipatthana, Herrnschrot, 2010, S. 61)

“Achtsamkeit bezeichnet (a) die Qualität der Bewusstheit und Aufmerksamkeit, aber auch (b) Erinnerungsfähigkeit und (c) geistiges Präsent-Halten.” (Dreyfus, G. (2011). Is mindfulness present-centred and non-judgmental? A discussion of the cognitive dimensions of mindfulness. Contemporary Buddhism, 12, 41-54.)

Mein Verständnis von Yoga und Meditation verbindet…

Tradition – Alles, was ich im Zusammenhang mit Yoga und Meditation tue oder beschreibe, soll in seinem Kern mit den klassischen, traditionellen Konzepten übereinstimmen. Da ich weder Sanskrit noch Pali beherrsche, versuche ich auf Texte zurückzugreifen, die möglichst nah an den Originalen sind. Dabei vergleiche ich nach Möglichkeit verschiedene Übersetzungen, um die gemeinsamen, essentiellen Punkte zu identifizieren.

Forschung – Durch einen Studienabschluss in Psychologie (2015) verstehe ich die Dinge, die sich „zwischen den Ohren“ abspielen auch aus der Sicht der Neuro- und Kognitionswissenschaften. Ich beschäftige mich nicht nur weiterhin mit Ergebnissen der Meditationsforschung, sondern habe in diesem Bereich auch, zusammen mit Kollegen, eine eigene Studie durchgeführt.

Praxis – Als Leitgedanken versuche ich meine Meditationsstunden, vor allem aber meinen Yogaunterricht so zu gestalten, dass tatsächlich auch etwas im Kopf passiert, bzw. dass es zu einer „Arbeit an sich selbst“ kommt. Feldenkrais dient mir dabei nicht nur als großartige Strategie, um den ausmerksamen „Blick nach innen“ zu üben. Mindestens ebenso wichtig ist, dass jeder, der seine Selbstaufmerksamkeit auf diese Art schärft, viel weniger Gefahr läuft, sich bei den Yogastellungen nachhaltig zu schaden. (> ausführlicher hier)

Mein Interesse an Feldenkrais

… richtet sich primär auf die Idee eines „beweglichen Geistes“. Es geht mir um die Frage, wie wir uns durch diese besondere Art der Körperarbeit auch geistig und emotional weiterentwickeln. Auch hier sind mir die Erkenntnisse der psychologischen Forschung bzw. eine Übereinstimmung mit diesen, besonders wichtig.

In meiner Masterarbeit habe ich dazu auch eine eigene Studie durchgeführt. Und alle meine Feldenkrais-CDs beschäftigen sich im Hintergrund mit einem bestimmten Themenkreis, der nichts mit der körperlichen Beweglichkeit zu tun hat, sondern mit der geistigen.

Zwei Heraus­forderungen

… denen wir uns meiner Ansicht nach stellen müssen, und zwar sowohl bei den körperlichen als auch bei den geistigen Bewegungen:

1. Es gilt immer, ein passendes Maß der Anstrengung zu suchen. Wer jeglicher Anstrengung aus dem Weg geht, verändert nichts. Wer meint, nur volle Anstrengung sei richtige Anstrengung, ruiniert sich lediglich. Meine eigene Praxis und mein Unterricht sind im Grunde eine Suche nach der passenden Anstrengung und deren fortdauernde Anpassung.

2. Wir dürfen den Schlüssel nicht der unter Laterne suchen, weil es da gerade hell ist, sondern dort, wo wir ihn verloren haben. Jeder, der sich körperlich oder persönlich weiterentwickeln will, sollte bereit sein, liebgewonnene Gewohnheiten aufzugeben bzw. sich selbst in zu Frage stellen. Sonst sucht man lediglich unter der Laterne weiter …